Sommermode für Männer scheitert erstaunlich oft an einem falschen Gegensatz. Entweder soll Kleidung elegant sein, dann wird sie zu warm. Oder sie soll möglichst luftig sein, dann bleibt vom Stil wenig übrig. Dabei lässt sich beides verbinden. Wer auf geeignete Stoffe, vernünftige Schnitte und leichte Kombinationen achtet, kann auch bei hohen Temperaturen gepflegt aussehen, ohne sich wie in einer Winteruniform zu fühlen.

Das Problem ist weniger die Anzahl der Kleidungsstücke als deren Konstruktion. Ein schweres Hemd, eine enge Hose und ein vollständig gefüttertes Sakko können selbst bei moderaten Temperaturen unangenehm werden. Leinen, leichte Baumwolle, offen gewebte Wolle und lockere Schnitte verhalten sich dagegen völlig anders.

Im Sommer entscheidet der Stoff

Bei Hitze ist Material wichtiger als fast jede andere Stilfrage.

Leinen gehört zu den klassischen Sommerstoffen, weil es Luft gut zirkulieren lässt und Feuchtigkeit aufnehmen kann. Baumwolle ist ebenfalls vielseitig, wobei Gewicht und Webart entscheidend sind. Dünne Baumwolle kann angenehm sein, schwere Denim- oder Oxfordstoffe dagegen deutlich wärmer.

Auch Wolle kann überraschend sommertauglich sein. Sehr leichte, offen gewebte Wollstoffe werden seit Jahrzehnten für Sommeranzüge verwendet.

Synthetische Stoffe sind nicht grundsätzlich ungeeignet. Manche moderne Funktionsmaterialien transportieren Feuchtigkeit hervorragend. Bei klassischer Kleidung fühlen sich hochwertige Naturfasern jedoch häufig angenehmer an.

Leinen darf knittern

Wer Leinen trägt, muss sich mit einer Eigenschaft anfreunden: Der Stoff knittert.

Das gehört zu seinem Charakter.

Ein Leinenhemd sieht nach einigen Stunden nicht mehr so glatt aus wie frisch gebügeltes Popeline. Der Stoff entwickelt Falten an Ellbogen, Taille und Rücken.

Das ist bei gutem Leinen kein Zeichen von Nachlässigkeit, sondern Teil der entspannten Optik.

Problematisch wird es erst, wenn das Kleidungsstück bereits völlig zerknittert aus dem Schrank gezogen wurde.

Leinenmischungen sind eine praktische Alternative

Wer den Charakter von Leinen mag, aber starke Falten vermeiden möchte, kann Mischgewebe wählen.

Leinen in Kombination mit Baumwolle oder Wolle behält einen Teil der luftigen Struktur und wirkt häufig etwas ruhiger.

Gerade bei Hosen und Sakkos sind solche Mischungen praktisch.

Sie verbinden sommerliches Tragegefühl mit einer etwas formelleren Erscheinung.

Für Männer, die Leinen bislang als zu rustikal empfinden, sind Mischstoffe deshalb ein guter Einstieg.

Weiß ist nicht die einzige Sommerfarbe

Sommermode wird häufig automatisch mit Weiß verbunden.

Weiße Hemden, T-Shirts und Hosen können hervorragend aussehen, sind aber keineswegs die einzige Möglichkeit.

Hellblau, Beige, Sand, Creme, Salbei, helles Grau und gedeckte Pastelltöne wirken ebenfalls sommerlich.

Auch Dunkelblau bleibt eine der vielseitigsten Männerfarben und funktioniert ganzjährig.

Eine gute Sommergarderobe entsteht deshalb eher durch leichtere Farbkombinationen als durch den Zwang, komplett in Weiß aufzutreten.

Helle Farben können angenehmer sein

Dunkle Oberflächen absorbieren im direkten Sonnenlicht tendenziell mehr Strahlungsenergie als helle.

In der Praxis hängt der Tragekomfort allerdings auch stark von Stoff, Schnitt, Luftbewegung und Feuchtigkeit ab.

Ein lockeres dunkelblaues Leinenhemd kann angenehmer sein als ein enges weißes Hemd aus schwerem Stoff.

Farbe allein entscheidet daher nicht über Hitzeverträglichkeit.

Sie ist nur ein Teil des Systems.

Ein weißes Hemd bleibt ein Sommerklassiker

Ein weißes Hemd reflektiert Licht, lässt sich einfach kombinieren und wirkt fast immer gepflegt.

Im Sommer darf es deutlich entspannter sein als ein klassisches Businesshemd.

Leinen, Baumwoll-Leinen-Mischungen oder leichte Popeline funktionieren gut.

Auch der Kragen kann weicher sein.

Zu Chino, leichter Stoffhose oder Shorts entsteht ein unkomplizierter Look, der je nach Schuhen von Freizeit bis Smart Casual reicht.

Hellblaue Hemden sind oft noch unkomplizierter

Hellblau wirkt weniger streng als Weiß und lässt sich hervorragend mit Beige, Creme, Grau, Dunkelblau und Braun kombinieren.

Gerade bei Leinenhemden entsteht ein entspannter mediterraner Eindruck, ohne dass das Outfit bemüht wirken muss.

Ein hellblaues Hemd mit beiger Hose und braunen Loafern gehört zu den zuverlässigsten Sommerkombinationen überhaupt.

Es braucht weder auffällige Accessoires noch komplizierte Farbabstimmung.

Das Hemd darf die Ärmel hochgekrempelt haben

Hochgekrempelte Ärmel passen hervorragend zu sommerlichem Smart Casual.

Dabei wirkt eine saubere, relativ gleichmäßige Krempelung besser als ein chaotisch zusammengeschobener Ärmel.

Je nach Anlass kann bis knapp unter den Ellbogen oder etwas darüber gekrempelt werden.

Bei sehr formellen Geschäftsterminen bleibt das langärmelige Hemd allerdings die sicherere Wahl.

Im normalen Büro oder Restaurant kann der hochgekrempelte Ärmel dagegen bewusst entspannt wirken.

Kurzarmhemden sind besser als ihr Ruf

Kurzarmhemden wurden lange mit wenig schmeichelhaften Bürolooks verbunden.

Das lag aber weniger an der Ärmellänge als an schlechten Schnitten, übergroßen Brusttaschen und ungünstigen Mustern.

Ein modernes Kurzarmhemd mit sauberer Passform kann im Sommer ausgezeichnet aussehen.

Besonders gut funktionieren offene Kragenformen, leichte Stoffe und etwas entspanntere Schnitte.

Zum klassischen Businessanzug bleibt das langärmelige Hemd geeigneter. Für Freizeit und sommerliches Smart Casual ist Kurzarm jedoch vollkommen legitim.

Poloshirts sind im Sommer besonders praktisch

Ein Polo besitzt mehr Struktur als ein T-Shirt und bleibt trotzdem deutlich luftiger als viele Hemd-Sakko-Kombinationen.

Schlichte Modelle aus Baumwolle oder feinem Strick funktionieren besonders gut.

Dunkelblau, Weiß, Creme, Grün und Braun lassen sich leicht kombinieren.

Große Logos und auffällige Sportdetails machen das Polo deutlich freizeitbetonter.

Ein zurückhaltendes Strickpolo zu Stoffhose und Loafern kann dagegen erstaunlich elegant wirken.

Strickpolos ersetzen manchmal das Hemd

Fein gestrickte Poloshirts haben eine glattere und elegantere Oberfläche als klassische Piqué-Modelle.

Dadurch funktionieren sie auch zu leichten Stoffhosen oder unter einem ungefütterten Sakko.

Der Look bleibt gepflegt, wirkt aber wesentlich weniger geschäftlich als Hemd und Krawatte.

Gerade für Abendessen, Sommerfeste oder Veranstaltungen mit Smart-Casual-Dresscode ist das eine unkomplizierte Lösung.

T-Shirts funktionieren, wenn sie wirklich gut sitzen

Ein T-Shirt ist nicht automatisch nachlässig.

Ein schlichtes Modell aus gutem Stoff mit passendem Ausschnitt und sauberer Passform kann ausgesprochen stilvoll wirken.

Weiß, Creme, Grau, Dunkelblau und gedeckte Farben sind besonders vielseitig.

Sehr dünner durchsichtiger Stoff, ausgeleierte Kragen und übergroße Aufdrucke machen den Look dagegen schnell beliebig.

Je simpler das Kleidungsstück ist, desto stärker fallen Material und Schnitt auf.

Ein Unterhemd kann trotz Hitze sinnvoll sein

Die Vorstellung klingt zunächst widersprüchlich: Warum bei Hitze eine zusätzliche Schicht tragen?

Ein dünnes Unterhemd kann jedoch Schweiß aufnehmen und verhindern, dass ein Oberhemd sofort sichtbar durchfeuchtet.

Entscheidend ist ein sehr leichtes, atmungsaktives Material.

Unter einem geöffneten Hemdkragen sollte das Unterhemd möglichst nicht sichtbar sein.

Tiefe V-Ausschnitte oder ärmellose Varianten können deshalb praktischer sein.

Eine Sommerhose sollte nicht am Bein kleben

Sehr enge Hosen sind bei Hitze selten angenehm.

Etwas mehr Weite verbessert Luftzirkulation und reduziert den direkten Kontakt zwischen Stoff und Haut.

Das bedeutet nicht, dass die Hose sackartig sein muss.

Ein gerader oder leicht zulaufender Schnitt kann elegant wirken und trotzdem genügend Raum bieten.

Gerade im Sommer zeigt sich, dass gute Passform nicht mit maximaler Enge gleichzusetzen ist.

Chinos funktionieren fast immer

Leichte Chinos gehören zu den unkompliziertesten Sommerhosen.

Beige, Sand, Hellgrau, Oliv und Dunkelblau lassen sich mit nahezu allen klassischen Oberteilen kombinieren.

Je leichter der Baumwollstoff, desto angenehmer wird die Hose bei hohen Temperaturen.

Ein kleiner Anteil Elasthan kann den Komfort erhöhen, wobei sehr elastische und eng geschnittene Modelle wiederum wärmer wirken können.

Die Chino funktioniert mit T-Shirt ebenso wie mit Hemd oder Polo.

Leinenhosen sind entspannter als klassische Stoffhosen

Eine Leinenhose fällt anders als eine Wollhose und entwickelt schneller Falten.

Genau deshalb wirkt sie weniger formell.

Mit Hemd, Polo oder T-Shirt kann sie jedoch ausgesprochen stilvoll aussehen.

Beige, Creme, Grau oder Dunkelblau sind vielseitige Farben.

Sehr transparente helle Leinenstoffe können allerdings problematisch sein. Beim Kauf lohnt sich deshalb ein Blick bei gutem Licht.

Leichte Wollhosen sind die elegante Sommerlösung

Wolle klingt zunächst nach Winter.

Tatsächlich hängt der Tragekomfort stark von Gewicht und Webart ab.

Leichte, offen gewebte Wollstoffe können Luft sehr gut zirkulieren lassen und halten ihre Form häufig besser als Leinen.

Für Büro, Hochzeit oder elegante Sommerveranstaltungen sind solche Hosen besonders interessant.

Sie verbinden ein gepflegtes Erscheinungsbild mit deutlich mehr Komfort als schwere klassische Anzugstoffe.

Shorts sind keine stilistische Katastrophe

Kurze Hosen werden in klassischen Stilratgebern gelegentlich behandelt, als dürften erwachsene Männer ihre Knie nur am Strand zeigen.

Das ist übertrieben.

Shorts sind im Sommer ein vollkommen normales Kleidungsstück.

Entscheidend ist der Kontext.

Für Freizeit, Urlaub, Gartenparty oder einen entspannten Restaurantbesuch können gut sitzende Shorts hervorragend funktionieren. In formellen Geschäftssituationen sind lange Hosen dagegen meist angemessener.

Die richtige Shorts endet nicht irgendwo am Unterschenkel

Sehr lange, weite Shorts können die Beine optisch verkürzen.

Modelle, die ungefähr im Bereich oberhalb des Knies enden, wirken meist moderner und klarer proportioniert.

Wie kurz sie ausfallen dürfen, hängt von Körperbau und persönlichem Stil ab.

Extrem enge Schnitte sind ebenso wenig notwendig wie übergroße Modelle.

Eine schlichte Chino-Shorts ist deutlich vielseitiger als eine Hose mit zahlreichen Cargo-Taschen.

Cargo-Shorts bleiben vor allem funktional

Große Taschen sind praktisch.

Sie erzeugen aber zusätzliches Volumen an den Oberschenkeln und machen die Hose deutlich sportlicher.

Für Wanderung, Reise oder Freizeit kann das genau richtig sein.

Für einen eleganteren Sommerlook funktionieren reduzierte Shorts ohne große Seitentaschen besser.

Nicht jedes Kleidungsstück muss jede Aufgabe erfüllen.

Sandalen können stilvoll sein

Auch Männer dürfen offene Schuhe tragen, ohne automatisch wie auf dem Campingplatz auszusehen.

Schlichte Ledersandalen können zu sommerlicher Freizeitkleidung hervorragend funktionieren.

Entscheidend sind Design, Zustand und Anlass.

Technische Trekkingsandalen erfüllen eine andere Funktion und wirken entsprechend sportlicher.

Für Büro und formellere Veranstaltungen bleiben geschlossene Schuhe meist die bessere Wahl.

Flip-Flops gehören an die richtigen Orte

Flip-Flops sind praktisch für Strand, Schwimmbad und sehr entspannte Freizeit.

Als universeller Sommerschuh funktionieren sie jedoch nur begrenzt.

Zum Restaurantbesuch oder zu gepflegtem Smart Casual wirken Loafer, leichte Sneakers, Espadrilles oder Ledersandalen deutlich bewusster.

Es geht nicht darum, Flip-Flops zu verbieten.

Ein stilvoller Kleiderschrank lebt davon, für unterschiedliche Situationen passende Werkzeuge zu besitzen.

Loafer sind fast der perfekte Sommerschuh

Loafer verbinden Eleganz und Leichtigkeit.

Sie funktionieren zu Chino, Leinenhose und sommerlichem Anzug.

Braunes Wildleder wirkt besonders entspannt und lässt sich hervorragend mit hellen Hosen kombinieren.

Glattleder erscheint etwas formeller.

Auch dunkle Modelle können im Sommer funktionieren, wobei Mittelbraun und Cognac besonders vielseitig sind.

Wildlederschuhe sind überraschend sommertauglich

Wildleder wird häufig mit Herbst verbunden, funktioniert aber ausgezeichnet im Sommer.

Die matte Oberfläche wirkt weniger formell als glänzendes Glattleder.

Loafer oder leichte Derbys aus Wildleder passen hervorragend zu Leinen, Chino und sommerlichen Stoffhosen.

Sand, Braun, Dunkelblau und Taupe sind besonders einfach zu kombinieren.

Bei Regen benötigen sie allerdings etwas mehr Aufmerksamkeit.

Weiße Sneakers bleiben ein Klassiker

Schlichte weiße Sneakers funktionieren zu fast jeder entspannten Sommergarderobe.

Sie passen zu Shorts, Chino und sogar zu manchen leichten Anzügen.

Der entscheidende Punkt ist ihr Zustand.

Weiße Schuhe müssen nicht klinisch neu aussehen, sollten aber nicht völlig verschmutzt oder grau geworden sein.

Je reduzierter das Modell, desto leichter lässt es sich auch in etwas elegantere Kombinationen integrieren.

Unsichtbare Socken sind manchmal praktisch

Loafer oder Sneakers werden im Sommer häufig ohne sichtbar erkennbare Socken getragen.

Tatsächlich ganz auf Socken zu verzichten, kann jedoch Schweiß und Geruchsbildung im Schuh verstärken.

Unsichtbare Füßlinge schaffen den gleichen optischen Effekt und nehmen Feuchtigkeit auf.

Sie sollten so tief geschnitten sein, dass sie am Schuh nicht sichtbar werden.

Bei klassischen Schnürschuhen zum formelleren Outfit bleiben normale Socken allerdings oft eleganter.

Ein ungefüttertes Sakko verändert alles

Wer im Sommer ein Sakko tragen möchte, sollte nicht nur auf den Stoff achten.

Auch die Konstruktion ist entscheidend.

Ein vollständig gefüttertes Sakko besitzt eine zusätzliche Stoffschicht über großen Teilen des Oberkörpers.

Teil- oder ungefütterte Modelle sind häufig deutlich luftiger.

Weiche Schultern und leichte Einlagen machen das Sakko zusätzlich entspannter.

Leinen-Sakkos dürfen entspannt aussehen

Ein Leinen-Sakko wird niemals dauerhaft so glatt bleiben wie ein klassisches Businesssakko aus feiner Wolle.

Das ist Teil seiner Wirkung.

Dunkelblau, Beige, Braun oder Oliv lassen sich hervorragend kombinieren.

Ein Leinen-Sakko über Polo oder Hemd kann einen sehr einfachen Sommerlook sofort aufwerten.

Wer starke Falten nicht mag, greift besser zu Leinenmischungen.

Ein Sommeranzug muss nicht beige sein

Der klassische helle Leinenanzug ist nur eine Möglichkeit.

Dunkelblaue und graue Sommeranzüge sind wesentlich vielseitiger und funktionieren auch in formelleren Situationen.

Entscheidend sind leichter Stoff und luftige Konstruktion.

Ein dunkelblauer Anzug aus offen gewebter Wolle kann bei Hitze angenehmer sein als ein beigefarbener Anzug aus schwerer Baumwolle.

Optik allein verrät wenig über Tragekomfort.

Der Gürtel darf etwas leichter wirken

Schwere, glänzende Businessgürtel können zu sehr entspannter Sommerkleidung unnötig streng erscheinen.

Geflochtene Ledergürtel, Wildleder oder textile Varianten funktionieren häufig besser.

Sie passen besonders gut zu Chinos und Leinenhosen.

Wer Loafer oder klassische Schuhe trägt, kann natürlich auch einen schlichten Ledergürtel wählen.

Wie immer sollte das Accessoire den Charakter des Outfits unterstützen.

Eine Uhr muss im Sommer nicht größer werden

Große Sportuhren werden gerade im Sommer gern sichtbar getragen.

Zu leichten Stoffen und schlichten Kombinationen können sie jedoch sehr dominant wirken.

Eine klassische Uhr am Leder-, Metall- oder Textilband funktioniert häufig vielseitiger.

Lederbänder können bei starkem Schwitzen allerdings unangenehm werden.

Metall- oder Textilbänder sind dann pflegeleichter.

Sonnenbrillen sind Teil des Outfits

Im Sommer wird die Sonnenbrille häufig täglich getragen und sollte deshalb nicht als nachträgliches Detail behandelt werden.

Klassische schwarze, braune oder metallene Fassungen lassen sich besonders vielseitig kombinieren.

Sehr sportliche, stark verspiegelte Modelle passen besser zu entsprechender Freizeit- oder Sportkleidung.

Neben Stil bleibt UV-Schutz natürlich die zentrale Funktion.

Eine gute Sonnenbrille muss beides können.

Kopfbedeckung kann praktisch und stilvoll sein

Hüte schützen Kopf und Gesicht vor direkter Sonne.

Ein leichter Panama- oder Strohhut kann zu klassischer Sommerkleidung hervorragend aussehen.

Caps funktionieren ebenfalls, wirken aber deutlich sportlicher.

Welche Variante passt, hängt vom restlichen Stil ab.

Wer einen Hut ausschließlich deshalb trägt, weil irgendein Stilratgeber ihn zum Dandy erklärt, wirkt schnell verkleidet. Er sollte zur Person passen.

Ein Panamahut kommt nicht zwangsläufig aus Panama

Der klassische Panama-Hut wird traditionell aus Toquilla-Stroh in Ecuador gefertigt.

Seinen Namen erhielt er durch den internationalen Handel und seine Verbindung zum Panamakanal.

Für die Sommergarderobe ist vor allem seine leichte, luftige Konstruktion interessant.

Helle Modelle mit dunklem Band gehören zu den bekanntesten Varianten.

Sie funktionieren besonders gut mit Leinen, hellen Hemden und sommerlichen Anzügen.

Schmuck sollte bei Hitze nicht stören

Ringe, Armbänder und Ketten können auch im Sommer interessante Akzente setzen.

Bei großer Hitze kann Schmuck jedoch unangenehm werden, insbesondere wenn Hände anschwellen oder Metall direkt auf verschwitzter Haut liegt.

Deshalb lohnt sich Zurückhaltung.

Ein oder zwei bewusst ausgewählte Stücke reichen häufig völlig aus.

Sommerkleidung lebt ohnehin stärker von Materialien und Hautflächen als von vielen Accessoires.

Das Sommerparfum sollte nicht den ganzen Raum füllen

Wärme verstärkt die Verdunstung von Duftstoffen.

Ein schweres, süßes Parfum kann deshalb im Hochsommer deutlich intensiver wirken als im Winter.

Frische Zitrus-, Kräuter-, Grün- und leichte Holznoten funktionieren häufig angenehmer.

Auch die Dosierung darf reduziert werden.

Ein Duft sollte bei Hitze nicht zusätzlich das Gefühl erzeugen, dass die Luft im Raum noch schwerer wird.

Schweiß ist normal

Bei hohen Temperaturen schwitzt der menschliche Körper.

Das ist kein Stilversagen, sondern Temperaturregulation.

Gute Sommerkleidung versucht deshalb nicht, Schwitzen vollständig zu verhindern, sondern damit umzugehen.

Atmungsaktive Stoffe, lockere Schnitte und gegebenenfalls ein Unterhemd helfen.

Auch ein Ersatzhemd bei langen Arbeitstagen kann praktischer sein als jedes Spezialprodukt.

Antitranspirant und Deodorant sind nicht dasselbe

Deodorants zielen vor allem darauf ab, Körpergeruch zu reduzieren.

Antitranspirante reduzieren zusätzlich die Schweißproduktion in behandelten Bereichen.

Welches Produkt sinnvoller ist, hängt von persönlichen Bedürfnissen und Verträglichkeit ab.

Beide ersetzen natürlich regelmäßige Körperpflege und frische Kleidung nicht.

Bei sehr starkem, belastendem Schwitzen kann medizinischer Rat sinnvoll sein.

Ein Ersatzshirt ist manchmal die eleganteste Lösung

Wer im Hochsommer einen langen Arbeitstag mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fußwegen und Terminen vor sich hat, kann ein frisches Oberteil mitnehmen.

Ein Wechsel dauert wenige Minuten und kann komfortabler sein als der Versuch, acht Stunden lang vollkommen schweißfrei zu bleiben.

Gerade bei Geschäftsreisen ist ein zusätzliches Hemd oder Polo im Gepäck praktisch.

Stil besteht manchmal weniger aus komplizierten Regeln als aus guter Vorbereitung.

Enge Kleidung ist bei Hitze selten dein Freund

Sehr körpernahe Kleidung verhindert, dass Luft zwischen Haut und Stoff zirkulieren kann.

Außerdem zeichnet sich Schweiß schneller sichtbar ab.

Ein etwas lockererer Schnitt kann deshalb sowohl komfortabler als auch optisch ruhiger wirken.

Das gilt für Hemden, T-Shirts und Hosen.

Sommer ist ein guter Zeitpunkt, sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass gute Passform immer maximale Enge bedeuten müsse.

Oversize ist nicht die einzige Alternative

Mehr Luft bedeutet nicht, dass alles mehrere Größen zu groß gekauft werden muss.

Ein Kleidungsstück kann locker geschnitten sein und trotzdem klare Schultern, passende Ärmel und vernünftige Proportionen besitzen.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen entspanntem Schnitt und falscher Größe.

Wer bislang ausschließlich Slim Fit getragen hat, kann einen geraderen Schnitt ausprobieren, ohne gleich im Stoff zu verschwinden.

Sichtbare Schweißflecken lassen sich durch Farben beeinflussen

Auf manchen Farben sind feuchte Stellen wesentlich deutlicher sichtbar als auf anderen.

Mittelgrau gehört beispielsweise zu den Farben, auf denen Schweiß häufig besonders stark auffällt.

Weiß und sehr dunkle Farben können dies je nach Stoff etwas besser kaschieren.

Muster können ebenfalls helfen.

Wer stark schwitzt, sollte deshalb nicht nur das Material, sondern auch die Farbe praktisch auswählen.

Sommerkleidung braucht regelmäßige Wäsche

Hitze, Schweiß und Sonnenschutzprodukte belasten Kleidung stärker.

Hemden, T-Shirts und Polos müssen deshalb im Sommer häufig öfter gewaschen werden.

Gleichzeitig verkürzt unnötig aggressive Wäsche die Lebensdauer.

Pflegeetiketten, geeignete Temperaturen und korrektes Trocknen sind daher besonders wichtig.

Leinen kann nach dem Waschen zunächst etwas steif wirken und wird beim Tragen schnell wieder weicher.

Nicht jede Sommerhose gehört in den Trockner

Hitze im Trockner kann Baumwolle, Leinen und Mischgewebe verändern oder schrumpfen lassen.

Besonders bei gut sitzenden Hosen kann schon eine kleine Größenveränderung ärgerlich sein.

Lufttrocknung ist deshalb häufig die schonendere Variante.

Auch Hemden lassen sich direkt auf Bügel hängen, wodurch viele Falten bereits beim Trocknen reduziert werden.

Das spart später Arbeit.

Ein Dampfbügler kann bei Leinen hilfreich sein

Leinen muss nicht makellos glatt werden.

Starke Lagerfalten sehen jedoch auch bei Leinen nicht besonders charmant aus.

Dampf kann den Stoff schnell entspannen und eignet sich gut für Hemden und Hosen.

Wer keinen Steamer besitzt, erreicht mit normalem Bügeleisen und etwas Feuchtigkeit ebenfalls gute Ergebnisse.

Ziel ist ein gepflegter Ausgangszustand, nicht dauerhafte Perfektion.

Sommerhochzeiten brauchen einen eigenen Kompromiss

Eine Hochzeit im Juli kann stilistisch schwierig sein.

Der Anlass verlangt häufig einen Anzug, während die Temperatur eigentlich nach Shorts ruft.

Leichte Wolle, Leinenmischungen und ungefütterte Sakkos schaffen einen vernünftigen Kompromiss.

Ein hellblaues oder weißes Hemd und leichte Lederschuhe ergänzen den Look.

Sobald es der Rahmen erlaubt, kann das Sakko später abgelegt werden.

Leinenanzüge sind für Hochzeiten nicht automatisch zu lässig

Ein gut geschnittener Leinen- oder Leinenmischanzug kann bei sommerlichen Hochzeiten hervorragend funktionieren.

Dunkelblau, Beige, Tabak oder Grau sind typische Möglichkeiten.

Für sehr formelle Veranstaltungen ist leichte Wolle oft die elegantere Wahl.

Bei Garten-, Strand- oder Landhochzeiten passt Leinen dagegen hervorragend zum Umfeld.

Der Dresscode der Einladung bleibt entscheidend.

Im Büro sollte die Umgebung berücksichtigt werden

Sommerhitze hebt betriebliche Dresscodes nicht automatisch auf.

In lockeren Unternehmen können Polo, Chino und Sneakers völlig ausreichend sein.

Konservative Branchen erwarten möglicherweise weiterhin Hemd, Stoffhose und Lederschuhe.

Ein leichtes Sakko kann bei Kundenterminen mitgenommen und ansonsten abgelegt werden.

Wer seine Arbeitsumgebung kennt, kann den Dresscode innerhalb der akzeptierten Grenzen möglichst komfortabel interpretieren.

Klimaanlagen erzeugen ein zweites Temperaturproblem

Ein Sommertag kann draußen 32 Grad und im Büro gefühlte 20 Grad bieten.

Deshalb ist eine leichte zusätzliche Schicht oft sinnvoll.

Ein dünnes Overshirt, Sakko oder leichter Pullover kann im klimatisierten Raum getragen und draußen problemlos ausgezogen werden.

Gerade hier zeigt sich der Vorteil von Layering.

Sommerkleidung muss nicht ausschließlich aus möglichst wenig Stoff bestehen.

Abends darf Sommermode dunkler werden

Helle Farben wirken tagsüber besonders selbstverständlich.

Am Abend funktionieren Dunkelblau, Braun, Dunkelgrün und sogar Schwarz sehr gut.

Ein dunkles Strickpolo mit heller Hose und Loafern ergibt beispielsweise einen einfachen Restaurantlook.

Auch ein dunkelblaues Leinenhemd zu Creme oder Beige wirkt elegant.

Dadurch lässt sich eine Sommergarderobe mit wenigen Teilen deutlich variieren.

Schwarz ist im Sommer nicht verboten

Die alte Empfehlung, im Sommer ausschließlich helle Farben zu tragen, ist zu starr.

Ein schwarzes T-Shirt, Polo oder Hemd kann abends hervorragend aussehen.

Im direkten Sonnenlicht kann dunkler Stoff zwar mehr Wärme aufnehmen, aber Schnitt und Material bleiben entscheidend.

Ein schwarzes luftiges Leinenhemd kann komfortabler sein als ein enges weißes Polyesterhemd.

Stilregeln sollten physikalische Zusammenhänge nicht vereinfachen, bis sie falsch werden.

Der mediterrane Look funktioniert auch ohne Kostüm

Leinenhemd, helle Hose und Loafer werden gern mit italienischem oder mediterranem Stil verbunden.

Die Kombination funktioniert, weil Materialien und Farben zusammenpassen.

Sie braucht jedoch keine zusätzlichen Klischees.

Mehrere Goldketten, weit geöffnetes Hemd, auffällige Sonnenbrille und extravagante Slipper gleichzeitig können schnell ins Kostümhafte kippen.

Ein einzelner klarer Akzent reicht häufig.

Weniger Teile verlangen bessere Entscheidungen

Im Winter kann ein schwaches T-Shirt unter Pullover, Jacke und Mantel verschwinden.

Im Sommer ist jedes Kleidungsstück stärker sichtbar.

Ein Hemd, eine Hose und Schuhe bilden möglicherweise bereits das vollständige Outfit.

Deshalb bekommen Passform, Material und Zustand mehr Bedeutung.

Sommerstil ist nicht komplizierter als Winterstil. Er ist nur ehrlicher.

Einfache Kombinationen sind meistens die besten

Ein weißes T-Shirt, eine beigefarbene Chino und braune Loafer brauchen keine weitere Erklärung.

Dasselbe gilt für hellblaues Leinenhemd, dunkelblaue Hose und weiße Sneakers.

Oder für ein dunkelblaues Polo, cremefarbene Chino und Wildleder-Loafer.

Solche Kombinationen funktionieren deshalb zuverlässig, weil Farben und Förmlichkeitsgrad ausgewogen sind.

Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal.

Komfort und Stil widersprechen sich nicht

Der Mann, der bei 35 Grad in schwerem Wollanzug und Krawatte leidet, ist nicht automatisch stilvoller als jemand im leichten Hemd und gut geschnittener Stoffhose.

Angemessenheit gehört zum Stil.

Dazu zählt auch die Jahreszeit.

Kleidung, die offensichtlich nicht zur Temperatur passt, kann genauso unpassend wirken wie zu lässige Kleidung.

Die Kunst liegt darin, innerhalb des jeweiligen Dresscodes die leichteste vernünftige Variante zu finden.

Eine kleine Sommergarderobe reicht erstaunlich weit

Mehrere leichte T-Shirts, zwei Polos, einige Hemden, zwei oder drei Chinos beziehungsweise Stoffhosen und ein Paar Shorts decken bereits einen großen Teil des Sommers ab.

Dazu kommen Sneakers, Loafer oder andere leichte Schuhe sowie bei Bedarf ein sommerliches Sakko.

Wenn Farben miteinander harmonieren, entstehen daraus zahlreiche Kombinationen.

Eine komplett separate Sommergarderobe mit dutzenden Spezialteilen ist kaum erforderlich.

Guter Sommerstil sieht leicht aus

Die besten Sommeroutfits wirken selten besonders konstruiert.

Das liegt gerade an ihrer Einfachheit.

Ein luftiger Stoff, eine klare Farbe, eine vernünftige Passform und wenige Accessoires reichen häufig aus.

Der Körper bekommt Luft, die Kleidung erfüllt ihren Zweck und niemand muss den ganzen Tag über den eigenen Dresscode nachdenken.

Stilvoll durch den Sommer zu kommen bedeutet deshalb nicht, Hitze zu ignorieren. Es bedeutet, Kleidung so auszuwählen, dass sie mit der Hitze funktioniert.

Ein Mann sieht nicht deshalb gut angezogen aus, weil er möglichst viel trägt. Sondern weil das, was er trägt, zu ihm, zum Anlass und zum Wetter passt.